Ins Telefon brüllen …
ist eine gelegentlich ergriffene Maßnahme zum Stressabbau. Besser ist es natürlich, Stress zu vermeiden! Deshalb hatte ich im Vorfeld meine Checkliste mit allen notwendigen Schritten für den Domainumzug zu einem anderen Provider bereitgelegt und mich auch akribisch daran gehalten:
- bestehende Domain beim bisherigen Provider kündigen
- telefonisch nachhaken, ob die Kündigung akzeptiert wird und einem KK-Antrag stattgegeben wird
- erst dann beim neuen Provider den Domainumzug beantragen
Meine Erfolgsquote für einen stressfreien Domainumzug liegt trotz dieses Vorgehens nur bei etwa 80%. Immer wieder kommt bei diesen Aktionen Murphys Gesetz zur Anwendung.
Und wenn man dann gemäß Checklistenpunkt 2 in der Hotline - Warteschleife des ehemaligen Telekommunikations - Monopolisten hängt, dann wächst das eigene Aggressionspotential exponentiell.
Das ist aber zunächst nicht weiter tragisch, wenn dann doch zunächst telefonisch bestätigt wird, dass das Kündigungsfax angekommen sei und dem KK-Antrag stattgegeben werde. Aufhorchen lässt dann aber der Rückruf aus dem “Backoffice Multimedia”, der um eine nochmalige Zusendung des Kündigungsfaxes bittet. Aber sei’s drum! Wir haben ja zeitliche Puffer definiert und alternative Maßnahmen ergriffen, kommt jetzt nicht auf den einen Tag an.
Dass aber nach der Beauftragung des neuen Providers zum Providerwechsel die Nachricht kommt: “Leider hat der bisher für Ihre Domain xxxxx.de zuständige Provider, vertreten durch das DENIC-Mitglied xxxxxxx xxxxxxx AG, dem Umzug (KK) zu xxxx Webhosting nicht zugestimmt“, lässt den Adrenalinspiegel dann doch ansteigen.
Nochmal die Staffette durch die Hotline, jetzt mit deutlich verschlechterter Laune! Die wird auch nicht angehoben durch eine erneuerte Aufforderung, das Kündigungsfax doch am besten einfach nochmal zu senden. Aus psychohygienischen Gründen folgt jetzt die Abwägung, was dem Stressabbau mehr dient: in die Schreibtischkante beissen oder (siehe Überschrift).
Nachdem die irritierten Rückfragen aus dem Nachbarbüro beantwortet waren, wurde also erneut gefaxt und mit der Bitte um LateACK dann das Verfahren am Laufen gehalten.
Irgendwann war dann die Domain beim neuen Provider, der Kunde dann doch zufrieden und der Adrenalinspiegel wieder auf normal.