Von einigen Kollegen weiß ich, daß sie es auch kennen: Schmerzen im Arm, steifer Nacken und daraus resultierend dann Kopfschmerzen. Die manchmal scherzhaft gebrauchte Bezeichnung “Mausarm” verharmlost eigentlich, was das RSI-Syndrom ausmacht. Und wer den Verlust an Motivation und Produktivität kennt, den ein solcher “Mausarm” mitbringt, ist immer wieder auf der Suche nach Abhilfe.
Klar, neben einem ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz helfen regelmäßige Pausen. Aber wer ist wirklich so konsequent,wenigstens einmal pro Stunde die Finger von der Tastatur zu nehmen?
Manuela Hoffmann berichtet in ihrem Weblog pixelgraphix von ihren Erfahrungen mit Programmen, mit denen man sich Pausenzeiten anzeigen lassen kann und ein Zeitlimit für die Arbeit am Computer definieren kann.
Auf Ihren Hinweis hin habe ich mir Workrave installiert (für die Mac-Fraktion empfiehlt pixelgraphix übrigens AntiRSI).
Workrave kann nerven! Ehrlich, nicht immer ist man begeistert so nachdrücklich an Pausen erinnert zu werden. Zumal das Einhalten sogenannter Micropausen (ca. 30 Sekunden) mehrmals pro Stunde empfohlen wird. Klar kann man das ignorieren (mit einem mehr oder weniger schlechten Gewissen zumindest). Aber je häufiger man die Hinweise ignoriert, desto hartnäckiger reagiert Workrave. Je nach Konfiguration kann das Programm dann sogar den Computer blockieren (lass ich bei mir natürlich nicht zu!).
Andererseits registriert das Programm auch die Zeiten, in denen ich Arbeiten abseits des Computers durchführe (Post lesen oder telefonieren) und rechnet dies den Pausenzeiten zu.
Lasse ich mich auf die Pausen ein, bietet mir das Programm auch einfache Übungen an, die die Entlastung der Muskulatur fördern.
Auch dass es sich um Freie Software handelt spricht meiner Meinung für das Programm (läuft unter Unix und Windows). Infos gibts deutschsprachig als PDF, den direkten Download hier
Ich bin über mich selbst gespannt, ob ich Programm wirklich längerfristig nutzen werde oder doch in ein paar Tagen deinstalliere.